Ein vielseitiger Jurist des 20. Jahrhunderts

Deutsche Juristenbiographien, Teil 14: Robert M. W. Kempner war nicht nur Ankläger bei den Nürnberger Prozessen Matthias Wiemers Die Eltern der hier vorzustellenden Juristen waren zur Zeit seiner Geburt beide wissenschaftliche Assistenten des Robert-Koch-Instituts und im Jahre 1899 gerade zu Zwecken der Malaria-Bekämpfung in Montenegro, dem späteren Albanien. Zur Geburt des Sohnes schafften sie es […]

Nach nirgendwo im Niemandsland

Vor 50 Jahren gelang einem Insassen der einzig belegte Ausbruch aus dem berüchtigten Stasi-Gefängnis Bautzen II in Sachsen Benedikt Vallendar Bautzen – Ganze neun Tage war Dieter Hötger in Freiheit. Bis ihn am Nikolaustag 1967 eine Polizeistreife nördlich von Bautzen aufgriff. Und die bis dahin wohl spektakulärste Flucht aus dem berüchtigten Gefängnis Bautzen II in […]

Good-bye, Schrecki!

Zum Tod des Jura-Professors und CDU-Politikers Waldemar Schreckenberger. Ein persönlicher Rückblick Thomas Claer Das Wintersemester 2000/01 verbrachte ich in Speyer am Rhein. Die Verwaltungsstation meines Referendariats absolvierte ich an der dortigen Hochschule für Verwaltungswissenschaften – und traf auf Waldemar Schreckenberger, der die Vorlesung „Recht – Politik – Öffentlichkeit“ leitete. Mir war sein Name gleich irgendwie […]

Anwalt des Rechtsstaats

Deutsche Juristenbiographien, Teil 13: Otto Schily Matthias Wiemers Otto Schily, geboren am 20. Juli 1932 in Bochum, war ein relativ alter Achtundsechziger, Mitglied der APO, Verteidiger von Protagonisten der RAF, frühes Mitglied der Partei „Die Grünen“ und nachmaliger Bundesinnenminister der SPD. Bis heute ist er als Rechtsanwalt tätig. Es mutet schicksalhaft an, wenn man sich […]

Geisteswissenschaftliche Methode und Integrationslehre

Deutsche Juristenbiographien, Teil 12: Rudol Smend (1882-1975) Matthias Wiemers Neben Hans Kelsen und Carl Schmitt ist Rudolf Smend der dritte der drei auch heute noch wirksamen Staatsrechtslehrer der Weimarer Republik. Er hat eine unzweifelhaft auch heute noch so apostrophierte „Smend-Schule“ gebildet, der man in gewisser Weise auch eine Zeitschrift zuordnen kann – das Archiv des […]

Rädelsführer einer neuen Republik

Vor 50 Jahren: Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 stellte die junge Bundesrepublik auf eine harte Belastungsprobe – bis heute gibt es Spekulationen über die Rolle der DDR Benedikt Vallendar Berlin – Dass auch die DDR ihre Hände im Spiel hatte, ahnte damals niemand. Die Polizeikugel, die am 2. Juni 1967 […]

Vordenker des Disruptiven

Deutsche Juristenbiographien, Teil 11 Matthias Wiemers Nach einer Promotion in Rechtswissenschaften legt Joseph Aloys Schumpeter (1883 – 1950) den eindeutigen Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Fortbildung und beruflichen Betätigung auf den Bereich der Volkswirtschaftslehre. Er wird zu einem der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Naionalökonomie. Joseph Aloys Schumpeter wird am 8. Februar 1883 im mährischen Trest […]

Ein Vater des Genossenschaftswesens

Deutsche Juristenbiographien, Teil 10: Hermann Schulze Delitzsch (1808–1883) Matthias Wiemers Neben dem vornehmlich im Bereich der Landwirtschaft tätigen Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist es für das Handwerk der Jurist Hermann Schulze Delitzsch, der den Gedanken der genossenschaftlichen Selbstverwaltung in Deutschland in politische Reformen umsetzt. Hermann Schulze wird am 29. August 1808 als Sohn eines Juristen in […]

Fortwährende Zersetzung

Im August 1976 verbrannte sich Pastor Oskar Brüsewitz vor der Michaliskirche in Zeitz aus Protest gegen das SED-Regime. Eine aktuelle Dissertation an der Berliner Humbold Universität will nun Belege für Gerüchte gefunden haben, die die Staatssicherheit der DDR schon zu Lebzeiten über den oppositionellen Seelsorger verbreiten ließ Benedikt Vallendar Rippicha / Berlin – „Nein, mit […]

Pionier des Völker- und Lebensmittelrechts

Deutsche Juristenbiographien, Teil 9: Max Fleischmann (1872-1943) Matthias Wiemers Max Fleischmann war ein Pionier des Völkerrechts in Deutschland, gleichzeitig war er Konvertit und stand als assimilierter Jude auf der rechten Seite des politischen Spektrums in Kaiserreich und Weimarer Republik. Seine jüdische Herkunft wurde ihm gegen Ende des „Dritten Reichs“ dennoch zum Verhängnis. Max Michael Fleischmann […]