Anwalt des Rechtsstaats

Deutsche Juristenbiographien, Teil 13: Otto Schily Matthias Wiemers Otto Schily, geboren am 20. Juli 1932 in Bochum, war ein relativ alter Achtundsechziger, Mitglied der APO, Verteidiger von Protagonisten der RAF, frühes Mitglied der Partei „Die Grünen“ und nachmaliger Bundesinnenminister der SPD. Bis heute ist er als Rechtsanwalt tätig. Es mutet schicksalhaft an, wenn man sich […]

Geisteswissenschaftliche Methode und Integrationslehre

Deutsche Juristenbiographien, Teil 12: Rudol Smend (1882-1975) Matthias Wiemers Neben Hans Kelsen und Carl Schmitt ist Rudolf Smend der dritte der drei auch heute noch wirksamen Staatsrechtslehrer der Weimarer Republik. Er hat eine unzweifelhaft auch heute noch so apostrophierte „Smend-Schule“ gebildet, der man in gewisser Weise auch eine Zeitschrift zuordnen kann – das Archiv des […]

Rädelsführer einer neuen Republik

Vor 50 Jahren: Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 stellte die junge Bundesrepublik auf eine harte Belastungsprobe – bis heute gibt es Spekulationen über die Rolle der DDR Benedikt Vallendar Berlin – Dass auch die DDR ihre Hände im Spiel hatte, ahnte damals niemand. Die Polizeikugel, die am 2. Juni 1967 […]

Vordenker des Disruptiven

Deutsche Juristenbiographien, Teil 11 Matthias Wiemers Nach einer Promotion in Rechtswissenschaften legt Joseph Aloys Schumpeter (1883 – 1950) den eindeutigen Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Fortbildung und beruflichen Betätigung auf den Bereich der Volkswirtschaftslehre. Er wird zu einem der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Naionalökonomie. Joseph Aloys Schumpeter wird am 8. Februar 1883 im mährischen Trest […]

Ein Vater des Genossenschaftswesens

Deutsche Juristenbiographien, Teil 10: Hermann Schulze Delitzsch (1808–1883) Matthias Wiemers Neben dem vornehmlich im Bereich der Landwirtschaft tätigen Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist es für das Handwerk der Jurist Hermann Schulze Delitzsch, der den Gedanken der genossenschaftlichen Selbstverwaltung in Deutschland in politische Reformen umsetzt. Hermann Schulze wird am 29. August 1808 als Sohn eines Juristen in […]

Fortwährende Zersetzung

Im August 1976 verbrannte sich Pastor Oskar Brüsewitz vor der Michaliskirche in Zeitz aus Protest gegen das SED-Regime. Eine aktuelle Dissertation an der Berliner Humbold Universität will nun Belege für Gerüchte gefunden haben, die die Staatssicherheit der DDR schon zu Lebzeiten über den oppositionellen Seelsorger verbreiten ließ Benedikt Vallendar Rippicha / Berlin – „Nein, mit […]

Pionier des Völker- und Lebensmittelrechts

Deutsche Juristenbiographien, Teil 9: Max Fleischmann (1872-1943) Matthias Wiemers Max Fleischmann war ein Pionier des Völkerrechts in Deutschland, gleichzeitig war er Konvertit und stand als assimilierter Jude auf der rechten Seite des politischen Spektrums in Kaiserreich und Weimarer Republik. Seine jüdische Herkunft wurde ihm gegen Ende des „Dritten Reichs“ dennoch zum Verhängnis. Max Michael Fleischmann […]

Jurist wider Willen

Deutsche Juristenbiographien, Teil 8: Heinrich Heine (1797–1856) Matthias Wiemers Die Universität Düsseldorf trägt seit Ende 1988 den Namen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt – Heinrich Heines. Er zählt zu den bis heute zahlreichen Schriftstellern, die eine juristische Ausbildung genossen haben. Für seine Zeit eher ungewöhnlich, hat er jedoch in diesem heute oft noch so […]

Theorie und Praxis der Auswärtigen Politik

Deutsche Juristenbiographien, Teil 7: Erich Kaufmann (1880 – 1972) Matthias Wiemers Der hier vorzustellende Rechtswissenschaftler wird bereits im ausgehenden Kaiserreich Hochschullehrer und ist in der Weimarer Republik und der frühen Bundesrepublik vornehmlich als Rechtsberater des Auswärtigen Amts tätig. Seine jüdische Herkunft lässt ihn das „Dritte Reich“ in Den Haag überleben. Erich Kaufmann wird am 21. […]

Österreich – Deutschland – USA

Deutsche Juristenbiographien, Teil 6: Hans Kelsen (1871-1973) Matthias Wiemers Hans Kelsen war ein Jahrhundertjurist. An seiner Lebensleistung spiegeln sich die großen Linien der Rechtsentwicklung im 20. Jahrhundert wider. Geboren in der KuK-Monarchie, gestorben in Berkeley, einer Keimzelle der Studentenunruhen von 1968. Kelsens Werk füllt Regale und beschäftigt spezialisierte Institute. Schon deshalb muß es hier zunächst […]